Ich freue mich riesig über seine Blog-Premiere: Sebi, besser bekannt als Deinlieblingsconnoisseur, hat für unsere Essentials-Serie in die Tasten gehauen. Viel Spaß mit dem neuesten Beitrag!
Während bei vielen von euch nun sicherlich die Zeit beginnt, in der Winterjacken und -pullover im Schrank nach unten rücken oder gar in den Keller wandern, um Platz zu machen für Shorts, Shirts und Polos, wollen wir etwas den Fokus auf den Ganzjahresdauerbrenner legen: das Hemd.
Dabei ragt die Geschichte von Hemden bis in die antiken Hochkulturen zurück und diente als – wie sollte es anders sein – Wirtshaus- und Arbeitskleidung. Also genau unser Ding! Maschinelle Fertigung und der Siegeszug der Baumwolle ermöglichten zunehmend standardisierte Größen und eine abwechslungsreiche Farbpalette. Typische Materialien, die wir kennen sind neben Baumwolle, Wolle, Seide und synthetische Fasern oder Mischgewebe. Und so vielfältig sind auch die Hemdstile: Business-Shirt, Button-Down, Freizeithemd, Haifisch-/Cutaway-Kragen, Kent-bzw. Rundkragen, Oxford, Popeline, Hemden mit französischer Knopfleiste oder verdeckter Knopfleiste. Und, und, und…
Eine der großen Stärken des Hemdes ist sicherlich, dass man für jede Gelegenheit angezogen ist. Vom Erdbeerkuchen bei den Großeltern auf der Terrasse, den Daydrinking-Verabredungen in den Spritzbars der Republik bis hin zum Spiel des Herzensverein – man kann nur wenig falsch machen. Sommerzeit ist auch Hemdenzeit!
Während wir es im Winter lieben, ein schönes Flanellhemd beim Flanieren unter unseren lieben Jacken zu tragen oder das klassische Button-down-Hemd unterm Pullover zu tragen, darf es im Sommer etwas leichter sein. Und damit gehen wir rein in einen Mix aus Stil, Funktionalität, bekannten Evergreens und dem ein oder anderen Teil, welches vielleicht etwas unter dem Radar flog.
Klassische, klassischer, am klassischsten: Das Ben Sherman Signature House Check – ca. 80€


Ihr kennt diesen Evergreen aus Funk und Fern. Naja, mehr aus Fern und ganz speziell aus einem unserer Lieblingsfilme This is England. Der rot-weiß-blaue Ben Sherman Housecheck ist ikonisch und bedarf keiner Erläuterung. Mit diesem Hemd mit lockerer Brusttasche aus 100% Baumwolle legt ihr Euer verdientes Geld gut an. Wer noch keins hat: bitte ändern!
Vom Büro in die Spritzbar: Norse Projects Standard Oxford Shirt – ca. 175€


Nordischer Ansatz, nordisch schick – das Oxford Shirt aus dem dänischen Hause Norse Projects steht sinnbildlich für hochwertige Basics, die gepaart sind mit hochwertigen Materialien und skandinavischer Ästhetik.
The Powerhouse: Barbour Lewis Hemd Highland Tartan – ca. 90€


Sind wir mal ehrlich zu uns: Barbour ist als Marke das Powerhouse schlechthin, oder? Kann sich jemand von euch an ein Teil erinnern, das richtig mies war? Klar, über Geschmack lässt sich streiten. Aber bei Barbour kann man doch wirklich dem letzten Teil was Positives abgewinnen. Viel Positives vereint aber das Lewis Hemd der Briten: klassisches, mittelgroßes Tartan-Muster, Button-Down-Kragen, geht von Shorts, über Jeans bis zur Stoffhose. Absolut smartes Gerät!
America meets Japan: Beams Plus Button Down Shirt Indigo Black Watch – ca. 145€


Das Button-down Shirt der Japaner bringt amerikanischen Workwear Style in eure Kleiderschränke. Ihr merkt, wir stehen auf Kragen mit Knöpfen und Beams Plus hat eine Besonderheit, die wenige Marken mit sich bringen: der dritte Knopf im Nacken. Dieser sorgt für zusätzlichen „Anpressdruck“ des Kragens und verhindert, dass ihr mit halb hochstehendem Nackenspoiler die Innenstädte und Kurven unsicher macht. Bei dieser Art Hemd ist es meiner Meinung nach auch vollkommen in Ordnung, die Brusttasche zu nutzen – es ist schließlich Arbeitskleidung und nicht ein „Ich-steck-mal-schnell-zwei-Visitenkarten-weg“ Hemd. Es wird aus 100% Oxford Baumwolle gefertigt und bringt eure smarte Hemdensammlung ein Level weiter.
Classic? Ja, aber in laut! Fred Perry Madras Hemd – ca. 130€


Fred Perry? Habt ihr erwartet! Was Neues über die Marke erzählen? Nicht nötig! Durchstöbert den Blog und ihr findet alles zur Brand, was ihr nicht eh schon wusstet. Kurzarmhemden? Nur bei der Sparkasse Hintertaunus oder im öffentlichen Nahverkehr? Fehlanzeige! Das Fred Perry Madras Shirt ist ein Hingucker und macht euch zum Hingucker. Indisch inspiriert und farbenfroh ist dieses Hemd ein treuer Begleiter an warmen Tagen. Baumwoll-Popeline gibt der Sache eine edle Haptik. Am Ende ist es vielleicht das „schwierigste“ Teil der Ideen – aber wir haben euch auch Dinge versprochen, die vielleicht unterm Radar waren. Mit einem Madras-Hemd gibt es jedoch in keinerlei Belangen ein „unter dem Radar“!
The Big Show: Gitman Bros Button Down Pinpoint Blue – ca. 190 €

Rolls Royce, Ferrari, Mercedes oder Porsche – nennt Gitman Bros wie ihr wollt. Aber Gitman Bros ist einfach Superlative. Die Amerikaner verstehen sich auf klassische, langlebige Hemden für Kenner, als auch für den Daily use. Traditionell legt die Marke aus Philadelphia, Pennsylvania, Wert auf höchste Materialqualität und Produktion. Und ihr werdet genauso diese Merkmale spüren!
In einigen Unternehmen unterscheidet man zwischen „White Collar“ (stellvertretend für das Management) und „Blue Collar“ (stellvertretend für manuell Arbeitende). Wir als Botschafter der Arbeitenden Kaste legen euch daher natürlich ein klassisches Hemd in blau nahe. Die Preise sind leider weniger freundlich für die Lohnabhängigen – daher überlegt es euch gut, aber eigentlich macht ihr auf die Jahrzehnte gesehen nichts falsch.
From the Highlands with Love: Finnieston Braclay Shirt – ca. 135€


Hinsetzen, Hefte weg, Hausaufgabenkontrolle! Treue Hörerinnen und Hörer unseres Podcasts haben sicherlich kürzlich dem lieben Matthias gelauscht und kennen sein Referat über die Schotten von Finnieston -am besten auswendig. Daher gehen wir direkt ohne Umschweife direkt zur Kaufempfehlung über für dieses – oh Wunder – Hemd mit ohne Buttondown aber mit zwei schicken Brusttaschen. Offen mit T-Shirt oder geschlossen und smart. Das entscheidet ihr und seid euch sicher, ihr seht immer top gekleidet aus mit einem Piece, das wahrscheinlich sonst kennt, geschweige denn besitzt.
Kragenlos geht die Party los: Hackett London Leinen Hemd – ca. 140€


Wenn wir schon dabei sind und aus der Reihe tanzen, was Kragen angeht, dann sollten wir uns unbedingt auch ein Porterkragen-Hemd ansehen. Dazu kommt ein Material, dass ihr im Sommer nie unterschätzen solltet und lieben lernt: Leinen. Leicht, atmungsaktiv, aber dennoch robust bringt es euch die nötige Sicherheit vor dem Kleiderschrank, wenn ihr euch fragt: was mache ich, wenn nach sechs Stunden Day Drinking die Sonne untergeht? Die Antwort: Leinenhemd! Dieses Hemd von Hackett kommt garment-dyed und ist einfach aus einem Guss. Es unterstreicht alles, wofür Hackett London steht. Nämlich klassische, zeitlose britische Eleganz. Die ikonischen gekreuzten Schirme mit der Melone fehlen natürlich nicht.
Mehr als nur German Standard: Merz B. Schwanen Button-Down Cotton Oxford Shirt – ca. 165€


Und zum guten Schluss: Marks neuester Fang. Ein Hemd von Merz b. Schwanen — und wer die Marke kennt, weiß, dass hier nicht einfach nur Stoff vernäht wird, sondern Haltung. Verwurzelt auf der Schwäbischen Alb, angekommen in Berlin und jetzt bereit für euren Alltag.
Gefertigt aus 100 % Bio-Baumwolle in kerniger Oxford-Webart bringt das Teil genau das richtige Maß an Substanz mit, ohne je steif zu wirken. Ein Hemd, das sich nicht aufdrängt, aber trotzdem Präsenz hat — gemacht für Tage, die morgens anfangen und irgendwo nachts enden, ohne dass man sich zwischendurch Gedanken ums Outfit machen muss.
Klassischer Button-Down-Kragen? Check. Corozo-Nussknöpfe? Natürlich. Eine Brusttasche mit feinem Schwanen-Stick, der eher flüstert als schreit. Dazu clevere, dreieckige Einsätze unter den Armen, die mehr Bewegungsfreiheit liefern, als man auf den ersten Blick erwartet.
Der Schnitt: angenehm modern, mit leicht verkürzter Länge für ein Oxford — genau richtig, um es lässig über Jeans oder Chino fallen zu lassen, statt es geschniegelt einzustecken. Unaufgeregt, langlebig, ehrlich gut. Ein Hemd, das bleibt.
Nun kommen wir zur berühmtesten Abschlussfrage der deutschsprachigen Podcast-Kultur. Stellt euch vor, ihr sitzt in einer Kneipe und schaut auf einen flackernden Röhrenfernseher, der in der Ecke hängt. Dort zu sehen ist eine Kneipenschlägerei. Flying Bodies Everywhere. Ihr wisst schon genau, welche Musik dazu läuft. Aber welche Hemden die Amigos tragen, dass entscheidet ihr JETZT!
