Baracuta mit der Jacke und dem Tartan der Subkulturen

Kaum eine Marke liefert zeitlose Klassiker für den Herrn von Welt wie Baracuta. Die Marke wurde in den 1930er Jahren in Manchester gegründet und ist heute eines der bekanntesten britischen Labels mit einer reichen Tradition. Wir schauen uns heute die neuen Styles für das Frühjahr und den Sommer 2019 an. Aber erst einmal eine kleine Einleitung…

Baracuta wurde von den beiden Brüdern John und Isaac Miller im nordenglischen Manchester gegründet. Die Brüder stellten anfangs Regenjacken her, was angesichts des industriellen Hintergrunds von Cottonopolis und den klimatischen Bedingungen, wenig überraschend ist. In der Chorlton Street sollte im Jahr 1937 dann eines der bekanntesten Jackenmodelle entstehen, das für Baracuta das Tor zur Welt aufstoßen sollte.
Vor dem weltweiten Durchbruch machten sich 1938 die Miller Brüder auf den Weg nach Schottland, um im Beaufort Castle vorzusprechen. Sie baten darum den Tartan für das Innenfutter in ihrem Blouson verwenden zu dürfen. Das Modell überzeugte den Fraser Clan und seither ist das karierte Lining zum unverkennbaren Markenzeichen der G9 Jacke von Baracuta.

1950 exportierte Baracuta seine Jacken in die USA und vor allem die Studenten der sogenannten Ivy League Universitäten favorisierten die G9 aufgrund ihres sportlich-eleganten Looks. Durch Elvis Presley, der die Jacke in seinem Film „King Creole“ trug, Frank Sinatra und der von uns verehrte Steve McQueen aka Mr. Cool, wurde die Jacke einem immer größeren Publikum vorgestellt und die Nachfrage sollte ständig steigen.
Fun Fact: Treue Sapeur OSB-Leser wissen es bereits, der Name „Harrington“ wurde nicht von Baracuta kreiert, sondern durch Ryan O´Neals Rolle als „Rodney Harrington“ in der sehr erfolgreichen englischen TV Serie „Peyton Place“. Der Protagonist trug in der Serie aus den Sechziger Jahren ausschließlich das eine Jackenmodell von Baracuta und so wurde der Nachname ein fester Begriff für das Design des Blouson´s.

Baracuta feierte im Jahr 2017 seinen 80. Geburtstag und mit den letzten Kollektionen überarbeitete die Marke bereits sehr gekonnt einige ihrer klassischen Stile mit moderner Schneiderei, Stoffen und den Einsatz diverser Technologien. Diesen Ansatz ist das Label auch für den Sommer 2019 gefolgt und präsentiert eine Kollektion, die sehr stark vom Punk der Achtziger beeinflusst ist.
Die neue Kollektion soll das Erbe der Marke und ihre Bedeutung für die Subkulturen bewahren. Die Entwickler von Baracuta haben sich stark von der Streetwear beeinflussen lassen und präsentieren Jacken mit einem neuen, leichteren Gewicht und Farbspielen, die auf eine bestimmte Kunst des Färbens zurückgeht. Um ehrlich zu sein, kann ich persönlich mit einer Harrington Jacke in Camouflage nicht ganz so viel anfangen und komme daher direkt zu meinem Cup of Tea: Die „G9 Armhole“. Die ungefütterte Jacke orientiert sich an der klassischen G9, hat eine taillierte Passform und ist stückgefärbt. Diese spezielle Färbung wird verwendet, um ein unverwechselbares Erscheinungsbild zu erzeugen. Bei der „G9 Armhole detach“ ist zudem eine abnehmbare Kapuze angebracht worden und ist ansonsten mit den gleichen Details bedacht worden.
Neben den Jacken wurde auch bei den T-Shirts (alle garment dyed) und Polohemden mit dem „Baracuta Lion“-Logo noch einmal eine Schippe draufgelegt.

Bleibt zum Ende festzuhalten, dass die G9 Jacke von Baracuta nicht nur Trends überlebt, sondern auch in den Epochen der wichtigsten kulturellen Bewegungen des vergangenen Jahrhunderts, darunter den Mods, die Punks, die Skinheads und der Ivy League, eine wichtige Rolle spielte. Heute ist die G9 Jacke ein Meilenstein in der Menswear. Und natürlich gibt es sie heute auch für die Dame von Welt.

Sollten wir euch heute auf die Briten neugierig gemacht haben, empfehlen wir euch im Webstore von Baracuta oder online zum Beispiel bei The Smart Dresser vorbeizuschauen. Viel Spaß beim Stöbern!

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Source: www.baracuta.com