Baracuta war noch nie Postkarte. Nie Cream Tea im Sonnenschein, nie Union Jack auf Hochglanz poliert. Seit der Gründung 1937 in Manchester – einer Stadt, in der der Himmel öfter grau als Instagram-tauglich ist – baut die Marke an einem Mythos, der weniger nach Buckingham Palace klingt und mehr nach Backstein, Salzwind und Subkultur.

Die neue Kollektion ist genau das: eine Reise in die rauere, ehrlichere Seele Großbritanniens. Nicht das touristische „Mind the Gap“-Britannien, sondern das zwischen Küstenlinien und Industriehorizont. Dort, wo Klippen in Stahl übergehen. Wo Wind nicht Accessoire, sondern Charakter ist. Und aus genau diesem Wind schneidert Baracuta seine neue Kollektion.

Man kann über britische Subkulturen sprechen, ohne die G9 zu erwähnen – aber warum sollte man? Die Harrington ist mehr als eine Jacke. Sie ist modisches Morsezeichen. Ein stiller Code.

Mods trugen sie, weil sie klare Linien hat.
Punks trugen sie, weil sie sie sich aneignen konnten.
Skinheads machten sie zur Uniform.

Baracuta war dabei nie laut. Die Marke hat nicht geschrien – sie hat geliefert. Und genau deshalb funktioniert sie bis heute.

Die SS26 Kollektion setzt hier an. Nicht nostalgisch, sondern bewusst. Die Schnitte werden weicher, die Volumen entspannter, die Stoffe leichter. Formalwear verliert die steife Oberlippe und gewinnt Bewegungsfreiheit. Es ist britisch – aber mit gelöster Krawatte.

Der Washed Twill Pack fühlt sich an wie ein Londoner Sommerabend: warm, aber nie tropisch. Die gewaschenen Twills sind ausbalanciert im Gewicht, atmungsaktiv und angenehm auf der Haut – Stoffe, die leben dürfen. Die Farbpalette? Mutig, aber nicht marktschreierisch. Tiefe durch Waschungen, subtile Nuancen statt flacher Töne. Nichts wirkt neu aus der Verpackung – alles hat diese gewisse „schon immer da“-Aura. Genau das macht den Reiz aus.

Denim bei Baracuta? Natürlich. Eigentlich wundert man sich eher, dass es nicht schon immer so war. Der Denim Pack erweitert das Vokabular der Marke – von Outerwear über Hosen bis hin zu Overshirts. Indigo als Brücke zwischen Tradition und Trotz. Zwischen Manchester und Gegenwart.

Das Entscheidende: Es fühlt sich nicht wie ein Ausflug an. Sondern wie eine logische Evolution. Ein historisches Label, das nicht versucht, jung zu wirken – sondern einfach relevant bleibt. Und das ist ein Unterschied.

Polos sind im britischen Kontext nie nur Sport. Sie sind Working-Class-Eleganz, Casual Friday lange bevor es Casual Fridays gab. Die neuen Polohemden spielen genau damit: unterschiedliche Materialien, variierende Gewichte, klassische Farben neben zeitgenössischen Tönen. Muster, Garne, Details – alles greift ineinander, ohne überladen zu wirken.
Funktionalität trifft Stil, aber ohne Marketing-Floskel. Man kann damit ins Stadion. Oder ins Studio. Oder einfach ins Leben.

Um die Verbindung zur kulturellen DNA Großbritanniens zu vertiefen, arbeitet Baracuta mit Gavin Watson zusammen – einem Fotografen, der Subkulturen nicht inszeniert, sondern dokumentiert hat. Wir haben euch den guten Mann bei uns auch schon einmal vorgestellt.
Die Kollaboration ist deshalb mehr als ein ästhetischer Zusatz. Sie ist Dialog. Zwischen Vergangenheit und Jetzt. Zwischen Archiv und Straße.

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Source: Baracuta