Les Rebelles du Foot (Rebellen am Ball / Football Rebels)

Rebellen am Ball

Kurz vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien haben wir uns aufgrund der Bilder aus den Straßen Rio de Janeiro oder Sao Paolo, an die Reportage „Rebellen am Ball“ aus dem Jahr 2012 zurück erinnert. Wir sind uns gar nicht so sicher, ob so ein Jungprofi mit aufgesetzten Riesenkopfhörern, dem iPad in der Hand, beim Anproben der WM Garderobe und diversen Werbeshootings überhaupt mitbekommt, was dort in Südamerika gerade passiert. Wo sind denn bitte heute denn auch noch die Querdenker, die Rebellen oder sozialbewussten Profis anzutreffen? Keine Kerle, alles nur Milchbubis mit zu viel Geld, die privat wie Hip Hop Stars rumlaufen oder durch schlechten Geschmack bei der Wahl der Lackierung von ihrem Sportwagen in Erscheinung treten.

„Rebellen am Ball“ ist eine von Eric Cantona moderierte Welt- und Zeitreise über die Sportler, die politische Courage zeigten.  Der Film startet mit der von Cantona gestellten Frage „Was weißt du über Fußball?“. Nach kurzen Überlegen antwortet er selbst „…man kennt die Champions League, die Transfersummen, Pfiffe von den Tribünen, die Gewalt, das Geschäft“. Aber es geht bei „Rebellen am Ball“ um mehr. Eric will über die wahren Werte sprechen, von Männern mit Profil und seinem Fußball. Dem Fußball, den er gespielt und geliebt hat. Über Solidariät, Brüderlichkeit und Freiheit. Über Rebellen am Ball.

Wir möchten euch die Protagonisten kurz vorstellen.

Didier Drogba.

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Unmittelbar nach einem Spiel im Sudan und der damit verbundenen erfolgreichen WM-Qualifizierung bat bei einem Live TV-Bericht Didier Drogba auf knien seine Landsleute in der zweigeteilten Elfenbeinküste die Waffen niederzulegen. Nach dem Gewinn des goldenen Balls nutzte er die Möglichkeit bei einem Präsidentenempfang, um einen Besuch der Rebellenhauptstadt Bouake zu erbitten. Aber seht selbst im Film wie es weiterging.

Rachid Mekhloufi.

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Der inzwischen 77-Jährige hatte 1958 Frankreich verlassen, obwohl er dort Nationalspieler war, um in der Auswahl der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN zu stürmen. Mekhloufis Team war eine Art Harlem Globetrotters mit politischem Kern, die Propaganda-Elf zog umher und warb für ihr Ziel.

Carlos Caszely.

Nach dem Militärputsch in Chile wurde das Nationalstadion in Santiago zu einem Gefängnis umfunktioniert. Die Regimegegner wurden hier verhört, gefoltert und hingerichtet. Kurz nach dem das Gefängnis aufgelöst wurde, sollte genau dort ein FIFA Spiel zwischen Chile und Russland stattfinden. Die russische Mannschaft verlangte bei der FIFA offiziell um eine Verlegung der Partie, die aber ohne jegliches Fingerspitzengefühl abgeschmettert worden war. Das Spiel fand trotzdem statt und  war eine Farce sondergleichen. Denn die russische Mannschaft war gar nicht angereist. Was ein von Carlos verweigerter Handschlag mit dem chilenischen Diktator Pinochet für Folgen hatte und wie das Spiel ohne Gegner ausging, seht ihr in dem Film.

Sócrates.

Sócrates em ação pelo Corinthians em 1981

Der 2011 verstorbene Brasilianer und Ausnahmefußballer Sócrates war in den Achtzigern der Motor einer demokratischen Bewegung bei Corinthians São Paulo, die trotz Militärdiktatur trickreich für ihre Ideale und freie Wahlen kämpfte.

Predrag Pašic

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steht für das engagierte Auftreten eines Bürgers in den Neunzigern. Im besetzten, zerbombten Sarajewo gründete der frühere jugoslawische Nationalspieler eine multi-ethnische Kinderfußballschule.