Stell dir vor, Daft Punk hätten statt Helmen Zigaretten, statt Robotik Campari, und statt Paris lieber eine alte Airbnb-Wohnung mit Charakter auf Gran Canaria – mit Blick auf die Discokugel deiner Träume. Willkommen in der Welt von Mind Enterprises.

Mind Enterprises

Das Duo – bestehend aus dem italienischen Produzenten Andrea Tirone und seinem kongenialen Bühnenbegleiter Roberto Conigliaro (eine menschgewordene Synth-Presetsammlung mit Vintage-Brille) – ist so retro, dass es schon wieder wie Zukunft klingt. Ihre Musik? Italo-Disco mit zu viel Koffein, zu wenig Ernsthaftigkeit und genau der richtigen Portion Wahnsinn.

Sie machen keine Musik. Sie zelebrieren. In Videos tanzen sie in Sportshorts, trinken Campari und Dinge, die nach Sommer 1987 schmecken, und stecken Kabel in Maschinen, die aussehen wie aus einem Sowjetlabor. Dabei entstehen Tracks wie The Clapping Song, Up & Down oder Idol – die klingen, als würde Giorgio Moroder einen Rave mit Boney M. auf Ibiza veranstalten.

Alles ist live gemixt, alles ist echt. Kein digitaler Firlefanz. Nur Hände, Knöpfe und diese gewisse Art italienischer Selbstüberschätzung, die nur dann funktioniert, wenn sie komplett ernst gemeint ist.

Seine Sammlung an Vintage-Synthesizern beschreibt Andrea als „Palette von Farben“, wie ein Orchester voller Maschinen mit eigener Seele. Kein Plugin, kein Sample-Pack – nur Tasten, Knöpfe und Geschichte. Besonders stolz ist er auf einen 70er-Mixer, den er in einem Charity-Shop in Las Palmas für „lächerlich wenig Geld“ geschossen hat. Synths als Kunst. Musik als Collage. Beats als Erinnerung.

Was Mind Enterprises besonders macht, ist diese perfekte Gratwanderung: nostalgisch, aber nie peinlich. Es ist ein liebevoller Italo-Fiebertraum, ein Soundtrack für Balkon-Partys, Dachterrassen-Momente und ein bisschen Wahnsinn im Alltag. Und das Beste ist, sie kommen diesen August noch einmal nach Frankfurt!

Mind Enterprises