Far Afield X The Casual Connoisseur – Eine Hommage an Hunter S. Thompson

Die Ikone der Gegenkultur Hunter S. Thompson war ein US-amerikanischer Journalist, der mit seinem Buch „Fear and Loathing in Las Vegas“ internationale Berühmtheit erlangte und den „Gonzo-Journalismus“ kreierte. Unsere Freunde von Far Afield haben gemeinsam mit den Twins von CasualCo, dem illustren Freigeist eine Hommage in Form eines kleinen, feinen  „Gonzo“-Pakets geschnürt. Ihr bekommt die Badehose, den (Reversible) Bucket Hat und das Hemd ab Donnerstag, den 18. Juli 2019 in beiden Webstores. Die Inspiration hierzu lieferte übrigens Hunter S. Thompson höchstpersönlich. Er trug nämlich bei diversen Auftritten ein Hemd in dem Design. Somit ist es wieder einmal, eine verrückt geniale Idee der beiden Kooperationspartner, die an ihre hervorragenden vorangegangen Collabos wie beispielsweise den Sopranos anknüpfen.

Ihr kennt Hunter S. Thompson nicht? Na dann, kommt hier eine kurze Vorstellung des illustren Freigeists, Trinkers, Connaisseur von Drogen und dem letzten wahren Anarchisten.

Hunter S. Thompson wurde 1937 in Louisville, Kentucky, geboren. Er hatte schon in jungen Jahren ein Händchen für das Schreiben und begann nach dem Abitur seine Karriere als Journalist, während er noch bei der United States Air Force diente.
Nach seinem Militärdienst bereiste er das Land, um eine Vielzahl von Themen für zahlreiche Zeitschriften zu behandeln, und entwickelte einen eindringlichen, höchst persönlichen Berichtsstil, der später als „Gonzo-Journalismus“ bekannt wurde. Er jobbte bei diversen Kleinstadtzeitungen und arbeitete als Kopierer für das Time Magazine. 1960 zog es ihn nach Puerto Rico, wo er für ein Sportmagazin arbeitete. In seiner Freizeit arbeitete Thompson auch an persönlichen Schreibprojekten, darunter an dem autobiografischen Roman The Rum Diary. Das Werk sollte jedoch jahrelang von den Verlagen abgelehnt werden, bis es dann endlich im Jahr 1998 das Licht der Welt erblicken sollte.

Obwohl Thompson häufig einen sehr wilden und verrückten (Lebens-)Weg einschlug, der ihm nicht zuletzt häufig seinen Job kostete, wurde er für seine Gegenkultur geliebt. Es war die Zeit, in der es wichtig war, seine Meinung zu vertreten und Stellung zu beziehen. Dies sollte ihm auch helfen, sich als furchtlosen Journalisten mit einer einzigartigen Stimme zu etablieren. 1965 erhielt er den Auftrag, für The Nation einen Artikel über den Hells Angels Motorradclub zu schreiben. Die Geschichte war eine große Sensation und führte zu einem Buchvertrag für Thompson, der ein Jahr lang mit dem MC verbrachte. Der eindringliche und halluzinatorische Ich-Bericht zu seinen Erfahrungen mit den Rockern, war wie eine rechte Gerade in die Fresse und sollte Hunter als feste journalistische Kraft und seinen Schreibstil als Markenzeichen etablieren.

Im Jahr 1971 erhielt er den Auftrag von Sports Illustrated über das Mint 400-Motorradrennen in der Wüste von Nevada zu berichten. Obwohl er im März zum Ort des Geschehens gereist war, war das Ergebnis etwas, sagen wir mal, völlig Unerwartetes. Es war eine völlig außer Kontrolle geratene Geschichte über sein Alter Ego, Raoul Duke, dessen Anwalt Dr. Gonzo (Thompson´s Freund Oscar Acosta) und einer in Drogen getränkten Suche nach dem amerikanischen Traum in Las Vegas.
Sports Illustrated lehnte entschieden eine Veröffentlichung des Artikels ab. Das Rolling Stone Magazin veröffentliche schließlich seine Geschichte in einem abgeänderten Format und dies sollte später zu Hunter S. Thompson bekanntesten Werk mit dem Titel Fear and Loathing in Las Vegas werden. Das Buch erschien kurz darauf im Jahr 1972 und war ein großer kommerzieller Erfolg. Bis heute gilt sein Werk als moderner Klassiker. 1998 wurde das Buch mit Johnny Depp und Benicio Del Toro in den Hauptrollen verfilmt und gehört heute ebenfalls zu den Kultfilmen, die man gesehen haben sollte.

Mitte der 1970er Jahre begann sich der harte Lebensstil und Konsum auf die journalistische Leistung Thompson´s auszuwirken. Er wurde von seinem damaligen Arbeitgeber 1974 nach Zaire geschickt, wo er über den populären Boxkampf „Rumble in the Jungle“ zwischen Muhammad Ali und George Foreman berichten sollte. Er blieb stattdessen auf dem Hotelgelände, wo er anderthalb Pfund Marihuana konsumierte und dösend im Swimming Pool trieb.

Schneller Vorlauf in die 2000er Jahre. In den Folgejahren war Hunter chronisch deprimiert, von der Welt um ihn herum desillusioniert, vom Altern frustriert und von zahlreichen Gesundheitsproblemen geplagt. Am 20. Feburar 2005 nahm er sich das Leben. Im Rahmen einer privaten Zeremonie, die an sein Leben erinnern sollte und an der seine Freunde und Bewunderer teilnahmen, wurde seine Asche mit einer Kanone zu den Klängen von Bob Dylans „Mr. Tamburinmann“ in die Luft geschossen.

Hunter S. Thompson wurde 67 Jahre alt. Oder wie er es in seinem Abschiedsbrief befand „That is 17 years past 50. 17 more than I needed or wanted“.

Source: The Casual Connoisseur