Marshall Artist goes casual streetwear

Heute komme ich endlich mal wieder auf eine Marke zu sprechen, die früher auf unserer Blogbühne so etwas wie ein Stammgast war. Ich weiß nicht so recht was ich vom neuen Weg von Marshall Artist halten soll. In den Jahren von 2013 bis 2016 war ich von den Sachen richtig angetan. Das war noch bevor so stark auf Polyester oder ähnliches gesetzt wurde und die britische Marke für echte casual Menswear stand, die für die Besuche im Pub, auf der Hunderennbahn und natürlich im Stadion bestens geeignet war. Außergewöhnliche Kreationen, die für eine ganz eigene Marshall Artist Designsprache standen. Dazu noch perfekte Lookbooks in Pubs, dem Gym, dem Fußballplatz oder der Vorstadt, stets mit der Unterstützung von Boxer Jon “2 Smokes” Kays als Model. Hier passte einfach alles und es war Mode für Männer.

Der Wandel kam fließend und vielleicht lag es dann am Ende auch an der Übernahme von JD Sports, dass die Mode von Marshall Artist heute ist, wie sie eben ist. Aber hey, das sind hier nur meine Gedanken, denn wenn mir ein Großteil der neuen Kollektion nicht gefällt, erkenne ich dennoch die alte DNA der Marke verborgen im Hintergrund. Und ja, es gibt sie noch die Teile, die ich mir auch schnappen und tragen könnte. Und MA hat zur meiner Freude auch weiterhin die nicht so lauten Farben und Designs in der neuen Frühling-/Sommerkollektion vertreten.

Die neue Kollektion erscheint mir auf den ersten Blick sehr jugendlich und farblich sehr laut gestaltet worden. Die Streetwear steht hier klar im Fokus, die in Verbindung mit einer markanten Neunziger Farbpalette irgendwo zwischen Acid Lime und Sunburst Orange angerührt wurde. Dazu kommen nautische Designs, die sehr plakativ eingesetzt worden sind.
Kommen wir aber jetzt einmal auf meine Favoriten zu sprechen, die zum Glück auch in dezenteren Farbvarianten angeboten werden. Ganz vorne mit dabei ist die Garment Dyed Field Jacket, die Garment Dyed Cargo Short, das sehr schicke Hiking Overshirt und der Siren Funnel Neck Sweater. Diese Kleidungsstücke scheinen rundum gelungen zu sein und stehen aber dennoch für den neuen Marshall Artist Look.

Versteht mich bitte nicht falsch, das hier sollte kein Abwatschen sein, sondern ganz einfach meine Gedanken zu einer Marke, die mich anfangs begeistert hatte und über die Jahre einen ganz anderen Weg eingeschlagen hat.
Deshalb auch zum Schluß mein Tipp, schaut euch die Sachen einfach mal selbst an und macht euch euer eigenes Bild. Denn ich weiß, dass Marshall Artist vor allem bei der jüngeren Leserschaft – als Zielgruppe -weiterhin sehr hoch im Kurs steht.

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Photos: marshallartist.co.uk