Sapeur OSB im Gespräch: Daniel Martin, Place of Birth

Wie schon einmal an einer anderen Stelle erwähnt, bin ich selbst von mir überrascht über Socken zu schreiben. Beim Start von Sapeur – One Step Beyond konnte ich mir das Themengebiet jedenfalls noch nicht vorstellen. Mit der Zeit wird man (noch) reifer und interessiert sich dann auch schon einmal für den Finishing Touch von seinem Matchday oder Samstagabend Outfit.
Socken werden in der Football Casualszene, aber auch bei den Sneakerheads immer wichtiger und so manches Label versucht in diesem Markt Fuß zu fassen. Eine Marke für Socken fiel mir bereits vor dem Start mit seinen Designs und ansprechenden Looks auf. Place of Birth bietet seit Mitte September eine freshe und smarte Auswahl an Socken. Grund genug für mich Daniel Martin, den Macher hinter POB, zu kontaktieren und über seine junge Marke, seine Inspirationen und Ziele zu sprechen. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem, was mir Daniel zu sagen hatte.

For our international follower: For the interview in English please scroll down. 

Hi Daniel, es ist klasse, dass du in dem momentanen Stress kurz für uns Zeit gefunden hast. Stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Daniel Martin, 27 Jahre alt und Gründer von Place of Birth.

Du bist am 17. September mit deinem neuen Projekt gestartet. Erzähl uns doch bitte etwas zu der noch jungen Marke. Wie fing bei euch alles an und welches Konzept steckt hinter Place of Birth?

Es ist eigentlich ganz einfach. Place of Birth ist eine neue Marke für Socken und für diejenigen, die ihre Klamotten lieben.
POB spricht eine breite Zielgruppe an und nicht nur einen bestimmten Personenkreis, eine Subkultur oder eine Stilrichtung. Mein eigener Stil ändert sich auch von Tag zu Tag und das wird bei POB auch reflektiert.
Ein Freund sagte neulich zu mir „Dein Stil ist auf einer gewissen Art und Weise einzigartig und jetzt teilst du ihn auch noch mit so vielen anderen“. Genau getroffen und es ist wirklich so. Es zeigt genau die Richtlinien, denen ich persönlich folge.

Wie bist du eigentlich auf den Namen “Place of Birth” gekommen?

Ich schrieb ein paar Namen auf, die sich zu der Zeit richtig anfühlten. Eine sehr impulsive Entscheidung und nicht groß den Kopf darüber zermarternd. Ich weiß, dass der Name in der aktuellen Aufmachung und Verpackung einfach großartig wirkt. Und es wird auch auf der neuen geplanten Verpackung top sein. Ich kann es kaum abwarten es zu sehen.
Ich habe auch das neue Logo mit der Pin Location auf einer Weltkarte umgesetzt. Aktuell könnt ihr es leider nur im Header vom Newsletter und auf einem Aufkleber sehen.

Wie ich erfahren konnte arbeitet ihr mit einem Produzenten in Portugal zusammen, der euren Anspruch in Sachen Qualität gerecht wird. Wie lange hattest du für die Suche nach dem richtigen Produzenten gebraucht?

Eigentlich wollte ich eine Bekleidungsmarke gründen. Ich kenne einige Premium Marken, die ihre Produkte in Portugal produzieren lassen. So machte ich mich daran ein wenig weiter zu nachzuforschen und war von dem was ich vorfand sehr beeindruckt.
Als ich mich dann ausschließlich auf Socken fokussierte, wusste ich, das Portugal der Ort ist, an dem ich für meine Marke mit Produzenten zusammenarbeiten muss. Dort findet man einfach hochqualifizierte und sehr sachkundige Leute.

Es ist Heiligabend und unter einer Tonne von Geschenkpapier findest man lediglich ein Paar Socken. Was bei mir zu einer großen Enttäuschung führte, ist nun ein großes Abenteuer in deinem Leben. Du bist 27 Jahre jung, woher kommt denn deine Faszination für Socken, Daniel?

Ich werde immer gefragt “Warum ausgerechnet Socken?”. Ich interessiere mich für Klamotten seitdem ich 16 Jahre alt bin und versuchte mich in diversen Styles. Ich muss sagen, da bin ich sehr leicht beeinflussbar. Wie schon erwähnt, wollte ich ursprünglich eine Klamottenmarke starten, die hauptsächlich Mäntel herstellen sollte.
Das war der Plan von vor ein paar Jahren und um ehrlich zu sein, war das nur ein frommer Wunsch von mir gewesen, um mich von meiner alltäglichen Arbeit abzulenken. Ich bin niemals wirklich aktiv geworden und es war so etwas wie meine Wirklichkeitsflucht…

Als ich dann meinen eigenen Stil entwickelte und etwas älter wurde, begann ich auf verschiedene Stile, Musikrichtungen, Sport und Sneaker zu achten. Aber auch auf so subtile Details wie z.B. welche Socken ich mit bestimmten Schuhen oder Sneaker in Kombination zu bestimmten Oberteilen trage. Auf diese sehr einfache Weise kam ich mit dem Thema Socken in Verbindung. Ich weiß, ein skurriles Thema, aber als ich dann knapp ein Jahr herumreiste, hatte ich angefangen meine Zukunft zu planen und den Mut zu fassen ein paar Termine mit Herstellern in Portugal zu arrangieren, um ihnen meine Ideen zu präsentieren.
Die Idee entstand durch die Liebe zu Sneakers und Klamotten und sie auf diese Weise zusammenzuführen.

Was möchtest du mit deinen Socken ausdrücken und welche Lücke möchtest du auf dem Markt schließen?

Der Markt ist groß und weit. POB liefert etwas frisches, bodenständiges, erschwingliches und vielseitiges. Wenn ich mir beispielsweise den Figuera Navy / Rexford Purple Style so anschaue, kann er perfekt auf einen Air Force 1, aber auch bei deinem 9-to-5 Job auf einen schicken Lederschuh und einen Anzug getragen werden. Das ist es einfach! Das spricht so viele Leute an.

Beschreib uns doch mal, falls bereits möglich, den typischen Place of Birth-Kunden oder die Mentalität deiner Marke.

Ich kann es nicht auf nur einen Typ eingrenzen, denn ich möchte das Place of Birth alle Leute anspricht. Das ist vor allem wichtig, wenn weitere Sockenmodelle folgen. 

Socken werden heute in der Football Casualszene und für die Sneakerheads immer wichtiger, um ihren Outfit den letzten Finishing Touch zu geben. Zielt Place of Birth genau auf diesen Kundenkreis ab?

Um den ersten Teil des Satzes zu beantworten, nein. Aber ich bin mit dem Fussball aufgewachsen und ich glaube, meine Liebe zu Klamotten begann zu der Zeit als ich jeden Samstag ins Stadion ging und ich sah mit welcher Bekleidung die Leute zu den Spielen gingen.

Um die Frage aber zu beantworten, die Zielgruppe von Place of Birth sind die Streetwear Fanatiker, die City Boys, wer auch immer. Wir wollen eine sehr breite Zielgruppe ansprechen. Einfach jeden der einen Faible für Klamotten hat.
Ich denke die Streetwear umfasst ein breites Spektrum an leidenschaftlichen und stilbewussten Menschen.

Ihr habt Birth of Place am Montag, den 17. September gestartet. Nochmals herzlichen Glückwunsch hierzu, Daniel! Erzähl doch mal, wie die erste Woche für dich war.

Ein sehr stabiler Start und besser als erwartet! Ich wusste nicht, was passieren würde, denn POB kam aus dem Nichts. Ich konzentriere mich aktuell darauf die Marke „rauszubringen“, bekannter zu machen und mich weiter zu verbessern.

Ich möchte auf einer globalen Ebene gute Socken machen und der nächste Schritt ist für mich die Vollzeitbeschäftigung. Ich liebe den Designprozess. Es einfach unglaublich etwas auf deinem Laptop zu entwerfen, die Fabrik zu besuchen und zu sehen wie die Silhouette einer Socke dann an einem Fuß getragen aussieht.

Ich mag deinen Stil wirklich sehr gerne und wie du sagst, man kann die Socken auf Sneaker, Wallabees, Desert Boots oder was auch immer perfekt tragen und kombinieren. Das Thema Socken wird auch für die ganz großen Modemarken immer interessanter und sie sammeln auch im Markt ihre Erfahrungen. Es ist ein großes und starkes Wettbewerberfeld für Place of Birth. Was könnte dein Vorteil sein?

Es gibt eine sehr, sehr, sehr große Konkurrenz in dem Markt, aber es gibt auch immer Platz für mehr.

Bei POB gibt es keine Spielereien, die Designs sind dezent gehalten (zumindest dieses Mal), die Promo Aufnahmen sind aus dem Studio und von der Straße – mit Leuten verbunden. Am Ende des Tages bin ich ein Fan von Klamotten und weiß was mir gefällt. Ich bin im Grunde meine eigene Zielgruppe und weiß also auf was die Leute Bock haben.

Meine Bestellung ist abgeschlossen und bezahlt. Daniel, es macht eine Menge Spaß zu sehen, was du mit Place of Birth am Start hast. Glaub mir, ich werde dein junges Label im Auge behalten und freue mich schon auf die bevorstehenden Neuerscheinungen. An dieser Stelle alles Gute für deine Zukunft! Die letzten Worte gehören wie immer unserem Gesprächspartner.

Vielen Dank an jeden, der POB folgt und für eure Unterstützung. Es ist noch sehr früh, aber der jetzige Abschnitt ist einfach verrückt und ich bin darauf sehr stolz.
Ich weiß, wo der Weg von POB hingehen könnte und wir werden den Kopf unten halten, weitere Sachen planen, diese dann in 2019 herausbringen und einfach weiter wachsen.

Daniel Martin, Place of Birth | Homepage  Instagram

——- The Interview in English starts here ——-

As mentioned elsewhere, I surprised myself to write about socks. At the start of Sapeur – One Step Beyond I could not imagine the topic anyway. With time, you will (still) mature and then you will be more interested in the finishing touch of your Matchday or Saturday evening outfit.
Socks becoming more and more important in the football casual scene as well for the sneakerheads, and many brand gain experience in this market. A brand for socks caught my attention with its designs and patterns even before the launch took place. Since mid of September Place of Birth offers a fresh and smart selection of socks. Reason enough for me to contact Daniel Martin, the maker behind POB, and talk about his young brand, his inspirations and goals. I wish you a lot of fun with what Daniel had to tell.

Hi mate, it´s great to have you with us. Please introduce yourself to our reader.

Daniel Martin, 27, founder Place of Birth.

You have launched on 17th September your project. Please tell us more about the young brand. What is the concept behind Place of Birth and how did all started?

Place of Birth is a new sock brand for anyone that loves their clothes. It really is as simple as that.

POB has a broad target audience, this isn’t something that appeals to one group of people or subculture or style; my own style changes day to day – I don’t pigeon hole myself and that is reflected in POB.
A friend of mine came up with this and it couldn’t be truer – “Like your own Place of Birth. The way you wear it is unique to you and yet at once you share it with so many others” – to me that is spot on and exactly the guide lines I am following.

Where does the name ‘Place of Birth’ come from?

It came from jotting down names and what felt right at the time, impulse decision not overthinking it. I do know that it looks great on the packaging we have now and the new packaging we have planned. Can’t wait for that.

Also, I have made it work. The new logo with the pin location on a sock with the world map on (can be seen on the newsletter header and a sticker customer get plus more stuff as more happens for POB).

As I read you´re working with manufacturers in Portugal which satisfy your demand on Quality. How long did you need for the research?

Originally, I was going to start a clothing brand, I knew a number of premium brands had their product made in Portugal, so I looked into it a bit deeper and I was impressed with what I saw. When I focussed solely on socks, that’s really when I knew Portugal is the place me and this brand to manufacturer. Highly skilled and knowledgeable people.

Christmas eve and after tons of wrapping paper I had only a pair of socks. What was quite boring for me – as I hope it´s something useful – is a big adventure in your life now. If my information is correct, you´re 27. From where do you have the fascination for socks, Dan?

I’m always getting asked, ‘why socks?’ I have been into my clothes for a while (from about 16 years old) and I have dabbled in every style out there – I am easily influenced. As I said, I wanted a clothing brand primarily producing coats. This was a few years ago and if I am honest with myself it was a pipe dream back then, something to get me through the mundane days at work – I was never going to act on it at the time, it was a little bit of escapism…

As my own style developed and I got a bit older, I started to pay attention to so many styles, various music genres, sports and detail but subtle details like what socks I wear with certain shoes or sneakers or to match my top(s) – just like that I fell for socks. An odd thing to fall for I know but I went travelling for just under a year and during that time is when I really started planning my future plucking up the courage to book a few meetings out in Portugal with manufacturers to present my ideas.
It’s come from a love for sneakers and clothes, then matching them up.

What do you want to express with your socks and which gap want you to close in the market?

The market is so far and wide, but POB delivers something fresh, down to earth, affordable and versatile. I look at the Figueroa Navy & Rexford Purple style, that is superb with a pair of Air Force 1’s over them but at the same time you can wear them at your 9 to 5 job with some smart shoes and a suit. That is, it right there! That is appealing to so many people.

Please describe a typical Place of Birth customer if already possible? If not please describe the mentality of your brand.

I couldn’t summarise by describing one person to you, I want Place of Birth to appeal to all people and that is going to be important as more release follow.

The below question and answer kind of follows onto that…

Socks getting more and more important in the football casual scene and for sneakerheads to give their wardrobe a finishing touch. Is the aim for Place of Birth to crowd to this new customer field?

To answer the first part of that sentence, no. However, I grew up around football and I guess my love for clothes did begin around the time I went to football every Saturday because I would see the way people were dressing to go to the game.
With that said, the aim is for Place of Birth to appeal to streetwear fanatics, city boys, whoever – a very broad target market. Anyone that loves clothes – simple as that.

I think streetwear covers a broad spectrum of people that are passionate for style.

You´ve launched Birth of Place last Monday. Congrats mate! How was the first week for you?

Steady start, better than expected! Never know what to expect, this has come from nothing really. I am focused on getting the brand ‘out there’ and just keep on improving.

I want to keep making good socks on a global scale – the next step is to go full time with this. I love the design process, it’s incredible to draw something on your laptop, visit the factory and see the design that’s from a sock silhouette actually on people’s feet.

I really like your styles and you can wear them on sneakers, Wallabees, Desert Boots, whatever.  And the subject socks is getting more and more important and also big fashion labels gain experience in the market. There´s big competition for Birth of Place. What could be your advantage?

Big big big competition in this market but there is always room for more.

With POB there’s no gimmicks, the designs are understated (this time round), the promo shots are in the studio and on the streets – people relate. At the end of the day I am a fan of clothing, I know what I like, I am effectively one of my own target audience, so I know what people like.

My order is done and paid. Dan, it makes a lot of fun see what you have cooking with Birth of Place. Trust me we will keep an eye of your upcoming releases and wish you all the best for the near future. The last words are always for our conversationalist. Please feel free and say what you want to say.

Thank you to everyone who has followed POB and showed their support. It’s early days for the brand but even being at this point now is mad and I am so proud.

I know where POB can go and what it can be, so we will just keep our head down, plan on bringing more and more out in 2019, keep building.

Daniel Martin, Place of Birth | Homepage  Instagram