Fabio Cavina, PLURIMUS


Heute stellen wir euch Fabio Cavina und sein noch junges Label PLURIMUS vor. Seine Vita ist recht beeindruckend. Er ist seit gerade einmal seit zehn Jahren im Modegeschäft tätig, konnte jedoch bereits mit seinem ersten Label 12thMan eine Zusammenarbeit mit dem Massimo Osti Studio präsentieren, gründete eine unserer Lieblingsmarken NEMEN, ist nun wieder auf Solopfaden mit PLURIMUS sehr gut unterwegs und präsentierte gerade seinen dritten Release NO_S03. Es war ein sehr gutes Gespräch, das wieder einmal ein etwas längeres Interview als Resultat hat. Macht euch also erst mal einen Tee (oder ein Bier auf), nehmt euch die Zeit und viel Spaß beim Lesen.

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Ciao Fabio! Vielen Dank, daß du dir für uns Zeit genommen hast. Bevor wir mit der Zeitreise von 12thMan über Nemen zu Plurimus starten, stelle dich doch bitte einmal kurz vor.

Ciao! Ich bin Fabio und begann meine „Reise“ vor rund zehn Jahren mit 12thMan. Ich hatte damals weder Erfahrungen, noch irgendwelche Kontakte im Modegeschäft, sondern war nur durch meine Leidenschaft für Kleidung und dem fertigen Produkt getrieben.

Entschuldige bitte, wenn wir dich einen „bunten Hund“ in der Modeszene nennen. Du hast 12thMan und Nemen gemacht und bist nun mit Plurimus sehr gut unterwegs. Lass uns aber erst noch einmal auf deine Anfänge zurückblicken und erzähl uns wie du mit dem Textildesign und dem Garment Dyeing begonnen hast.

Ach mit der Definition habe ich kein Problem und um ehrlich zu sein, bin ich nicht wirklich eine Person in der „Fashion Scene“. Ich würde mich selbst als Produktmensch bezeichnen, denn das ist es wie ich begann. Immer mit dem perfekten Produkt im Fokus.

Ich war ein Teenager in den 1980er und wuchs mit einigen Marken auf, die damals richtig groß waren und alles bisher dagewesene im Schatten stehen ließen. Das half mir meinen persönlichen Geschmack für Kleidung und die Passion zur Mode zu entwickeln.

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Fabio, du hast einen Abschluß in Wirtschaft und bist aber zum T-Shirt Siebdruck gewechselt, um deine erste Mission namens „12thMan“ zu starten. Der Siebdruck war jedoch nur der erste Schritt und schnell hattest du eine verdammt gute, kleine Kollektion herausgebracht. Wie würdest du die Entwicklung zu Anfang beschreiben?

Kleidung war am Anfang lediglich ein Hobby von mir, an dem ich neben meinem Job als Export Manager für den Markt im Mittleren Osten und Afrika Spaß hatte.

Ich wollte damals wirklich mehr als nur T-Shirts machen, aber die Lücke ohne die vorhandenen Kontakte und dem Wissen wie es geht, war einfach zu groß, um es richtig machen zu können. Ich fing also mit nichts an, keinen einzigen Kontakt und nur mit meiner großen Passion für wunderschöne, Made in Italy Produkte, die ich von anderen Marken her kannte.

Die Leute waren schnell von deiner Arbeit mit 12thMan beeindruckt gewesen und dein Name wurde schnell bekannt. Ganz besonders als du mit dem Massimo Osti Studio zusammengearbeitet hattest. Ein großes Privileg, das vier großartige T-Shirts mit speziellen Grafiken als Erfolg verzeichnen konnte. Erzähl uns doch bitte etwas hierüber. Wie fing die Zusammenarbeit an und wie war die Auswahl der zu verwendeten Grafiken?

Ich denke, obwohl ich nur T-Shirts druckte, erkannten einige Leute meine Leidenschaft, die dahinter stand. Ich denke auch, dass ich das Glück habe in Bologna geboren und aufgewachsen zu sein. Schließlich ist das die Heimatstadt des leider verstorbenen Massimo Osti.

Ganz außer Frage, die Zusammenarbeit war eine ganz große Ehre für mich. Ich erhielt die Chance das Osti Studio und Archive mehrere Male besuchen zu dürfen und es entwickelte sich eine Freundschaft mit Lorenzo Osti. Die Grafiken zu dem MO1 Project sind aus den allerersten Drucke ausgewählt worden, die Massimo damals in den 1970er für Chester Perry (später C.P. Company) kreiert hatte. Wir wollten an etwas arbeiten, das noch niemand zuvor gesehen hatte und natürlich auch nicht durch irgendwelche Copyrights durch existierende Marken geschützt war.

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Der Name 12thMan ist ein Begriff aus dem Fußball steht für die Ragazzi in der Kurve. Wie ist deine Verbindung zu der „Curva“ oder dem italienischen Phänomen mit der Bezeichnung „Paninaro“?

Ich ging als Teenager sehr häufig ins Stadion und ich war sehr von dieser „Mentalität“ fasziniert, die die Ultras damals dominierten. Unglücklicherweise verlor ich durch die ganzen Skandale und den finanziellen Verstrickungen im Fußball meine Leidenschaft für den Sport. Ja, ich war damals ein Paninaro und so begann auch meine Affäre mit der Kleidung!

Kommen wir zum nächsten Punkt deiner Zeitreise. Wenn man heute die Homepage von 12thMan besuchen möchte, wird man auf die Seite von NEMEN weitergeleitet. Gemeinsam mit Leonardo Fasolo hast du eine große, neue Adresse in der Modebranche geschaffen. Wie hattest du Leonardo kennengelernt und wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein neues Label zu gründen?

Wir sind uns damals von Lorenzo Osti im Osti Studio vorgestellt worden. Wir beide hatten die gleiche Leidenschaft für Kleidung und entschieden schnell an diesem neuen Projekt zusammenzuarbeiten. Um ehrlich zu sein, war es einfach natürlich und einfach, wie wir zueinander fanden und damit begannen.

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Nach sehr erfolgreichen Jahren hast du die Marke verlassen und konzentrierst dich nun auf ein neues Projekt mit dem Namen PLURIMUS. Wie ist es hierzu gekommen?

Im Grunde sehe ich mich selbst als jemanden, der immer Probleme mit Regeln hatte. Nach einer Weile realisierte ich, daß ich es nicht ertragen konnte, nach den Regeln der „Fashion Industry“ zu arbeiten und wollte einfach frei sein, um mein Soloprojekt so entwickeln zu können wie ich es wollte.

Ich bin sozusagen ein „einsamer Wolf“, dem seine Unabhängigkeit und kreative Freiheit das Allerwichtigste ist, wenn es an die Arbeit geht.

Der Look ist außergewöhnlich. Wie würdest du den Stil in deinen eigenen Worten beschreiben?

Danke. Ich würde sagen, es ist sehr vom Militär inspiriert. Mit einem Auge auf die Vergangenheit und dem anderen Auge auf die Zukunft gerichtet. Es ist ein Mix aus vielen verschiedenen Einflüssen, ausgewogen nach meinem persönlichen Geschmack.

Neben der Funktionalität sind auch die verwendeten Materialien ein Meilenstein von Plurimus.

Die Art wie ich arbeite gibt mir letztendlich die Chance, die für mich besten Stoffe zu verwenden, um ein Kleidungsstück herzustellen. Sie sind nicht die günstigsten, aber ich glaube es ist wichtiger, daß der Kunde die hervorragende Qualität und den Unterschied erkennt, wenn er eine Jacke von Plurimus kauft.

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Nach welchen Kriterien entscheidest du welcher Shop Plurimus aufnimmt oder du mit ihm zusammenarbeitest?

Aktuell suche ich nicht wirklich nach Shops / Einzelhändler, die Plurimus aufnehmen. Der Grund hierfür ist, dass es für beide in der Ertragsspanne nicht förderlich ist. Wie gesagt, ich möchte das beste Produkt in Sachen Design und Qualität der Stoffe herstellen und es würde die Preise weiter hochtreiben, wenn ich über eine Standard-Vertriebskette gehen würde.

Ich arbeite manchmal mit einigen internationalen Einzelhändlern zusammen, die alles langjährige Freunde von mir sind und vollständig verstehen, was ich mit Plurimus tue.

Wer ist dein typischer Plurimus Kunde?

Mein typischer Kunde ist normalerweise jemand zwischen 30 und 50 Jahre, der einen Geschmack für eine Kleidung mit sehr guter Qualität über die Jahre entwickelt hat. Jemand der ein Produkt kennt und eine gute Jacke von einer schlechten unterscheiden kann. Jemand der über eine lange Zeit die gleichen, wenigen Marken getragen hat und nun etwas Neues entdecken möchte, das nach dem alten Rezept und einem Hauch von Exklusivität hergestellt ist.

Das ist die Kundschaft von Plurimus und ich freue mich sehr darüber, wenn sie mir ihre Bilder schicken auf denen sie die Jacken tragen, die ich gemacht habe.

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Wie du selbst von dir sagst, folgst du dem Erbe von Massimo Osti. Wie spiegelt sich das in deiner Kleidung wieder?

Ich würde nicht das tun, was ich mache, wenn ich nicht von Massimo Osti beeinflusst wäre. Ich denke, das Konzept gilt für mich wie auch für viele andere, die das tun was ich mache. Die größte Inspiration für mich ist jedoch, das er ebenfalls keinen Background als Modedesigner hatte, aber diese unbeschreiblichen Ideen und Innovationen in seinem Kopf hatte. Das lässt mich glauben, wenn du es wirklich willst, kannst du es schaffen.

Die Zeiten sind heute zwar anders, aber große Dinge entstehen immer noch aus Leidenschaft und das wird sich niemals ändern.

Einige von uns sind sehr Militäraffin und so hat es den Anschein, das Plurimus den militärischen Look und Funktionalität vereint. Welche weiteren Inspirationen vereint Plurimus?

Plurimus ist ganz klar von der funktionellen Armeebekleidung inspiriert. Ich habe schon immer Jacken mit einer Vielzahl von Taschen und Details geliebt, so lange es nicht übertrieben ist. Aber es sind nicht nur lediglich Nachahmungen von Armeejacken in fancy Stoffen. Die Basis ist die Militärkleidung, die jedoch nach meinem ganz persönlichen Geschmack modifiziert wird.

Kommen wir zu unserer Lieblingsfrage. Wenn deine Kleidung Ohren hätte, welche Musik würde sie hören. Sag bitte nicht „883“ ;o))

Hahah! Nein, nicht 883… Ich bin mit einer Menge britischer und amerikanischer Musik aufgewachsen und liebe sie immer noch. Ich mag Rock / Blues und denke, daß ich sie immer mögen werde. Das größte Kompliment für Plurimus wäre, wenn es mit etwas wie „Bowish“ verglichen wird. Es ist einfach ein „Style“ Ding, ich bin sicher, ihr werdet mir da zustimmen.

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Welcher Turnschuh oder Schuh passt deiner Meinung nach perfekt zu einem Plurimus Outfit?

Ich trage nicht wirklich Turnschuhe, entschuldigt das bitte hahaha.. Ich habe zwar einige, aber auch hier tendiere ich einmal mehr zu vom Militär inspirierte Boots, Freizeitschuhe sowieso. Ich trage übrigens nie Hemden oder Krawatten.

Meine tägliche Garderobe besteht aus einer Feldjacke (Fieldjacket), Strickwaren, Cargohose und Army Boots. Das bin ich.

Mal kurz über den Tellerrand geblickt. C.P. Company ist letztes Jahr an eine chinesische Firma verkauft worden. Wie sind deine Gedanken hierzu?

Ich war sehr skeptisch als ich die Nachricht hörte. Aber anscheinend ist der neue Eigentümer ein sehr leidenschaftlicher Mann mit dem Wissen und Reichtum, es besser zu machen. Lasst uns die Daumen drücken, denn wir alle lieben das wofür C.P. Company steht.

Kommen wir wieder zu dir zurück, Fabio. Welche anderen Marken trägst du so?

Ich besitze eine Fülle von alten / vintage Stone Island Stücken. Ich kaufte so viele Sachen, dass ich immer noch einige davon das erste Mal tragen kann. Seit dem ich mit Plurimus am Start bin, trage ich natürlich nur die Sachen!

Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?

Ich verbringe natürlich eine Menge Zeit am PC, um auf E-Mails zu antworten und danach mich auf das Design zu fokussieren. Ich teste Stoffe, Materialien und schaue mich überall nach Ideen um. Es wird niemals langweilig, denn die Tage sind immer etwas unterschiedlich vom Vortag.

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Fabio, es scheint, dass du rastlos bist. Welche persönlichen Ziele setzt du dir, wenn wir über die Arbeit mit neuen Stoffen, Produktionstechniken und der Stückfärbung sprechen?

Danke dir. Aber die Wahrheit ist, dass ich sehr glücklich darüber bin, was ich tue. Mit einer großen Leidenschaft arbeiten zu können, ist ein großes Geschenk, ehrlich.

Meine Ziele sind im Grunde etwas herauszubringen, daß die Leute bei jeder Neuerscheinung mögen. Das kann eine ziemliche Herausforderung sein, denn du stehst mit dem Erfolg immer größer werdenden Erwartungen gegenüber!

Ich bin ständig neue Stoffe und Materialien am testen und es gibt immer etwas wirklich Gutes, das mich für zukünftige Versionen begeistern wird.

Was können wir von Plurimus und dir in 2016 erwarten?

Die Idee ist, das was ich tue mit der gleichen Passion und dem gleichen Fokus weiterzumachen. Ich bin nicht daran interessiert in irgendeinem Markt vorzudringen. Ich möchte mein Projekt gesund und wenn nötig langsam, weiterhin unter voller Kontrolle weiterentwickeln und einfach das genießen, was ich tue. Die Ergebnisse werden von ganz alleine kommen. Da bin ich sehr zuversichtlich.

Es war eine große Ehre und ein besonderes Vergnügen für uns, den Mann hinter der Marke vorstellen zu können und mit dir über Plurimus zu sprechen. Mille grazie, Fabio! Die letzten Worte gehören dir.

Vielen Dank für die Unterhaltung und das Vergnügen war ganz meinerseits. Ich bin sehr glücklich darüber, dass du magst was ich mache. Danke, Fabio.

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PLURIMUS photos taken by Gianni Mazzotta (www.giannimazzotta.it)

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… the Interview in English …

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Ciao Fabio! First of all many thanks for your time. Before we start the time travel from 12thMan via Nemen to Plurimus please introduce yourself to our reader

Ciao! I am Fabio, I started my „trip“ around 10 years ago with 12thMan. I did not have any contact or knowledge in the business back then, I just had my passion for clothing and for the Product.

Excuse me when I say you are a „old spotted dog“ in the fashion scene. You did 12thMan, Nemen and do now Plurimus. But let´s start at the beginning and tell us how has started for you with textile design and dyeing?

No problem with that definition, and to be honest I am not really a figure in the „fashion scene“, infact I rate myself more as a „product man“, that is how I see myself and that is where I started from, the Product. The centre of my work. I was a teenager in the 80s and I grew up with some of the brands that were breaking it big at the times and that helped build my passion and personal taste for clothes.

Fabio, you have a degree in economics but changed to start printing your own tees to develop your mission called „12thMan“. Printing tees was only the first step as you released more than only a damn good Clothing line. How would you describe the progress at the start? 

Clothing was a hobby in the beginning, something that I enjoyed doing on the side while working in a company as an export manager for Middle east and African markets. I really wanted to do more than t-shirts to be honest but at the time I lacked the knowledge and the contacts to do that in the right way. I really had to start from nothing as I did not have a single contact, just my passion for beautiful, made in Italy products that I had seen from other brands.

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The people were impressed about 12thMan and your name was well known. Especially after your cooperation with the Massimo Osti Studio. A big privilege which had as result four great tees with special graphics. Please tell us more about it. How did it started and how did you decide which graphics should be printed?

I guess that, although I was only doing t-shirts back then, some people could recognize my passion behind what I was doing. I also guess I am lucky that I was born and raised here in Bologna, the hometown of the late Massimo Osti. It was a great honor for me to be part of this collaboration. I had the chance to visit the Osti Studio and Archive many times and to become friends with Lorenzo Osti. The graphics for the MO1 project were chosen among the very first prints that Massimo created in the 70s for Chester Perry (later CP company). We wanted to work on something that had never been seen before also, something that would not cause copyright issues with existing brands of course.

The name 12thMan is football term for the ragazzi allo stadio. Do you have a relationship to the „curva“ or to the other unique Italian phenomenon called Paninaro?

I used to go to the football a lot when I was a teenager, in a way I felt attracted to a certain „mentality“ that dominated among the Ultras back then. Unfortunately I kind of lost my passion for football while growing up due to all the scandals and the money involved. I still like to go, once in a while. I was a Paninaro back in the day, that is how my affair with clothing actually started!

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Let´s do the next step in our time travel. If I want to visit the hompepage of 12thMan I´ll be redirected to a homepage with the name NEMEN. You founded with Leonardo Fasolo a big new fashion address. Where did you meet Leonardo and how did the idea come up to start the new label? 

We were introduced by Lorenzo Osti at the Osti Studio, both had the same passion for clothing and we decided to work together on this new project shortly after that. It just happened very naturally to be honest.

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After succesful years you left the brand to concentrate on your new project with the name PLURIMUS. Please tell us more about this step and the meaning of the name.

Basically, I have always considered myself as someone who has a problem with rules. After a while, I realized I could not bear anymore to work by the rules of the „fashion industry“ and I also realized I wanted to be totally free to deveop my solo project the way I wanted. I am also a bit of a „lone wolf“ so to speak, my independence / creative freedom is the most important thing for me, when it comes to work.

The look of the garments is remarkable. How do you would describe the style in your own words?

Thanks. I would say it is very military inspired, with an eye to the past and one eye to the future. It is a mix of many different influences, balanced following my personal taste.

Beside functionality are the used materials a milestone of Plurimus. Please tell us more about it.

The way I am working finally gives me the chance to work with what I consider the best fabrics for making a garment. They will not be the cheapest ones, but I believe that is is important that the customers recognize the quality and the difference when they buy a Plurimus garment.

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What are your criteria to decide to work with a shop as a new stockist or to cooperate with them?

I am not really looking for stores / retailers with Plurimus at the moment. The reason to that is that it would not work well margin-wise for any of us. As said before, I want to offer the best product I can in terms of design, quality of fabrics etc and that would project the prices very high if I were to go through a standard distribution chain. I sometimes work with a few international retailers who are friends I have known for a long time and fully know and understand what I am doing with Plurimus.

Who is your typical customer?

My typical customer is normally someone between 30 and 50 years old. Someone who has developed a taste for good quality garments over the years. Someone who knows the product and can tell a good jacket from a bad jacket. Someone who has been wearing the same few brands for a long time and is now looking to discover something new, made with the old recipe and a taste of exclusivity. These are the Plurimus customers, and I am happy to see them when they send me pictures of themselves wearing the jackets that I make.

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As you said you are a follower of the legacy of Massimo Osti. How do you would say is this reflected in your garments?

I would not be doing what I do if it wasn’t for Massimo Osti. I think this concept goes for me and for many other doing the same. The main inspiration that I got from Massimo is the fact that he did not have a background as a Fashion Designer but just had these incredible ideas and innovations in his mind. This made me believe that, if you really want, you can do it. Times are different now but great things are still born from Passion and that will never change.

Few lads of us have a military affinity and for them Plurimus reflects a military functionality and look. Do you agree? Please let us know more about the insprations of the look of Plurimus.

Plurimus is clearly military inspired because of the Functionality of army garments. I have always loved jackets with plenty of pockets and details, as long as it is not overdone, but they are not just replicas of army jackets in a fancy fabrics, the base is the military garment which then gets modified by my personal taste.

If your clothes would have ears, what kind of music would they like to hear? Please don´t say „883“ ;o))

Ahah ! No, no 883 … I grew up with a lot of british and american music and I still love that kind of music… I just love Rock / Blues music, I guess I will always do.

The biggest compliment for Plurimus would be to associated it with anything „Bowish“ though, it is a „style“ thing, I am sure you will agree.

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What pair of trainers or shoes would match perfectly to a Plurimus outfit?

I don’t really wear trainers that much, apologies about this ahah. I own a lot of them though. I tend to wear, once again, military inspired boots, casual shoes anyway (I never wear shirts or ties). My daily attire would be a Field Jacket, knit, cargo pants, army boots. That is me.

Beyond one own´s nose C.P. Company was sold to a Chinese company. Your thoughts?

I was skeptical when I heard the news but apparently the new owner is actually a passionate guy with the knowledge and the wealth to do well with it, fingers crossed as we all love what CP stands for!

Let´s come back to you Fabio. What other brands do you usually wear?

I own plenty of old / vintage Stone Island / CP Company from quite a few years back, I used to buy so much of that that I still have a lot I can wear. Still, I only wear Plurimus jackets since I launched it of course!

How does look for you a normal working day?

I spend quite a lot of time at my PC of course, replying to e-mails and messages, then I focus on design. I test fabrics, I look for ideas everywhere. The great thing is that normally I never get bored, as days tend to be always a bit different from one another.

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It seems your are unresting, Fabio. Which are your personal goals to reach when we talk about work with new materials, production technics and garment dyeing?

Thanks, but the truth is just that I am lucky I can do what I love. Working with your passion is a great gift, really. My goals are basically to come up with something that people will really like with every release. That can be quite a challenge as you build expectations! I am constantly sampling new fabrics and there is always something really good that will excite me for future releases.

What we can expect from Plurimus and you in 2016? 

The idea is to keep doing what I do with the same passion, the same focus. I am not interested in breaking a market, I want to deveop my project in a healthy, slowly when necessary, way…keeping full control of what I do and enjoying what I do. Results will keep coming, I am quite confident.

It was our honor and pleasure to introduce the man behind the brand and to talk about Plurimus with you. Mille grazie Fabio! Say what you want….

Many Thanks to you for the chat, it has been my pleasure and I am glad that you like what I am doing! Grazie Fabio

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PLURIMUS photos taken by Gianni Mazzotta (www.giannimazzotta.it)

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