Nachtrag – Night of the Droogs 18. Juli

Vergangenen Freitag öffneten die Droogs die Tore der Räucherkammer des ehrwürdigen Schlachthofes, um eines ihrer Mitglieder ein Abschiedsgeschenk der Extraklasse zu bereiten, da dieser künftig der Olivenölherstellung in der Toskana nachgehen wird.
Wie angekündigt, spielten anlässlich Los Fastidios und Bembel Youth – siehe Link, plus als Surprise Act die mächtigen Four Hout Fellas.

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Da der Hauptact des Abends zum Allgemeinwissen in Sachen Streetpunk zählt, in aller Kürze: Bis auf Always with a beer in my hand, haben Los Fastidios sämtliche Kracher rausgehauen. Als kleines Special mit Unterstützung von Olaf (Stage Bottles) am Saxophon.

Zuvor spielten Bembel Youth, die als Intro gleich mal If the Kids are you united von Sham69 rausknüppelten. Das war ne Ansage für die weitere Show, die ein Hymnen-Feuerwerk des Hardcore Punk und Oi! werden sollte. Mit Songs von Rykers, Loikaemie, Eight Balls, Cock Sparrer schmeckte der Ebbelwoi noch besser.

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Wer ein ähnliches Empörungspotential wie Renate Künast besitzt, sollte jetzt besser aufhören weiterzulesen oder ganz ganz tapfer sein, denn es folgt dunkelschwarzer Humor: Wer nicht bereits zu der Handvoll Verständnisloser gehörte, die bei Bullenschweine von Slime die Veranstaltung verließen, weil die absolute Mehrheit der Konzertbesucher den Text derart lautstark mitbrüllte, dass er beim nächsten Polizerevier noch zu hören war, wäre spätestens zum kurz vor der Zugabe gegangen. Während eines Eintracht-Medleys erklang zu der Melodie von „Ti Amo“ (Renate, sei jetzt ganz stark) ein Liedgut mit dem Aufschrift der Blockfahne vom letzten Auftritt der magischen SGE in Sachsen. Immer und immer wieder. Drei Minuten lang. Auch falls es den Begriff pervertieren mag, in gewisser Weise war das sehr romantisch.

Fetter Respekt geht an die Droogs, die nach dem Meilenstein der 15-Jahrfeier einen weiteren in Sachen „Arrivederci“ setzten und an Bembel Youth für ihren grandiosen Auftritt, den sie hoffentlich bald wiederholen.